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Generationentheater

Im Jahr 2005 haben wir das nachfolgend beschriebene Projekt erfolgreich durchgeführt. Wir sind an einer Wiederaufnahme des Vorhabens interessiert.

Projektbeschreibung Generationentheater

Projektidee

Im Rahmen des „Lokalen Bündnisses für Familien" in Charlottenburg-Wilmersdorf entwickeln Kinder und Senioren gemeinsam unter künstlerischer und pädagogischer Leitung ein Theaterprojekt zur Aufführung in der Vorweihnachtszeit im Seniorenclub.

Veranstalter

Das Projekt wird initiiert und veranstaltet von Geburt und Familie e.V. als Träger der Kinder und Jugendhilfe.

Projektleitung: Alfred Bröckel

Kooperationspartner

Kooperationspartner ist der Seniorenclub Mollwitzstrasse. Das Nachbarschaftshaus am Lietzensee stellt uns die erforderlichen Räumlichkeiten zur Verfügung.

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Durchführende

Durchführende sind die „Kindergruppe am Lietzensee" als Einrichtung der Kinder und Jugendhilfe im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf unter der Trägerschaft von Geburt und Familie e.V. und Senioren des Seniorenclubs Mollwitzstrasse am Schloss Charlottenburg.

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Künstlerische Leitung

Die künstlerische Leitung übernimmt die Schauspielerin, Frau Anette Baar, die auch die Idee des Generationentheaters entwickelt hat.

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Gruppenpädagogische Betreuung

Das Projekt wird von zwei Gruppenpädagoginnen von Geburt und Familie e.V. während der gesamten Zeit pädagogisch betreut und begleitet.

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Begründung des Projekts

Geburt und Familie e.V. will im Rahmen des „Lokalen Bündnisses für Familien" in Charlottenburg-Wilmersdorf mit dem Projekt „Generationentheater" einen Beitrag zur Begegnung von Senioren mit sozial benachteiligten Kindern aus dem sozialen Nahraum leisten. Wir fördern damit den Kontakt und die Kommunikation zwischen den Generationen und aktivieren zugleich ehrenamtliches Engagement der Senioren für die Belange der Kinder.

Wir wollen, dass aus dem Projekt Sympathien, Freundschaften und soziale Netzwerke entstehen, auf die Kinder, Eltern und Senioren sich verlassen können. Mit dem Projekt „Generationentheater" werden wir aktive und für die Jugend aufgeschlossene Senioren gewinnen, die ihre Ressourcen auch über die Projektphase hinaus den Familien und Kindern zur Verfügung stellen werden. Damit können Senioren dazu beitragen, Familien und insbesondere alleinerziehende Elternteile zu entlasten und Kindern die dringend benötigte Aufmerksamkeit, Zuwendung und Zeit schenken, die für ihre Persönlichkeitsentwicklung förderlich ist. Für Jugend und Senioren ergibt sich damit die Chance, ein verständnisvolles, von Achtung und Empathie getragenes Verhältnis zu entwickeln.

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Ziele und pädagogische Intentionen

Im Projekt „Generationentheater" treffen sich die Mitglieder der Kindergruppe (Alter 10-12 Jahre) und die Senioren über einen Zeitraum von ca. 4 Monaten einmal wöchentlich am Nachmittag. Dabei lernen sich Jung und Alt auf spielerische Weise kennen und entwickeln dabei gegenseitiges Vertrauen. Leistungsängste und Konkurrenzdruck fallen auf Grund der Altersunterschiede in den Hintergrund. Nicht das Siegen und Gewinnen, sondern das Zusammenspiel als gemeinsame Kraftquelle steht im Mittelpunkt.

Das Projekt wird nach den Sommerferien beginnen. Am Ende des Projekts steht als Produkt eine Aufführung in der Vorweihnachtszeit. Dennoch liegt der Fokus nicht in erster Linie auf dieser Aufführung, sondern im Prozess und der Qualität der Begegnungen zwischen Senioren und Kindern. Die Teilnehmer werden motiviert, in eine fremde und phantasievolle Welt einzutauchen und lernen sich dabei wohl zu fühlen. Auf beiden Seiten soll das Interesse geweckt werden, sich zu inspirieren und mit verschiedenen Gewohnheiten, Charakteren sowie Ansichten und Wertvorstellungen umzugehen. Für die Kinder liegt darin eine hervorragende Möglichkeit ihre moralischen und sozialen Kompetenzen zu entwickeln.

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Projektinhalt

Die Inhalte des Projekts orientieren sich an den Wünschen, Ideen und spontanen Einfällen der Beteiligten. Folgende gestaltende Elemente bilden dafür die strukturelle Grundlage:

Wahrnehmungs- und Vertrauensübungen (zum sich - Kennenlernen)

Hier werden die Sinne und das Einfühlungsvermögen erforscht, z.B.:

  • Führen und sich führen lassen (an der Hand, Schulter, Fingerspitzen, wer will, mit verbundenen Augen)
  • Gegenstände ertasten (mit geschlossenen Augen)
  • Gerüche erraten (z. B. Gewürze)
  • Klänge zuordnen (Holz, Metall, Glas)

Tanz

Fördert das Rhythmusgefühl, die Möglichkeiten des Ausdrucks, der Beweglichkeit und Koordination. Er verbindet Menschen miteinander. Sie finden einen Zugang zu sich und zu dem anderen. Wiederholende Schrittfolgen, Gesten und Gebärden führen zur Sammlung. Die Gruppe wird ermutigt, den Impulse3n zu folgen, die vom Körper oder der Seele ausgehen. Es wird mit verschiedenen Facetten einer Geschichte gespielt, bis eine Choreographie entstanden ist.

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Musik

Singen basiert auf der Haltung der Offenheit und des Sich-Durchdringen-Lassens. Sie beeinflusst unser Fühlen und Denken. Wir singen Lieder. Dann begleiten wir sie mit rhythmisch und mit Instrumenten. Zuletzt wird die Geschichte von einigen theatralisch gespielt, während die anderen Sie mit Musik und Gesang begleiten.

Körperausdruck

Kommunikation geschieht vor allem über die Körpersprache. Körperhaltungen vermitteln Gefühle. Wie fühlt es sich an, wenn ich traurig, froh, wütend bin? In welcher Körperstellung befinde ich mich dann?

Improvisationen

Erinnerungen und innere Bilder werden wachgerufen und finden Ausdruck. Wir experimentieren mit Bewegungen und Gesten, z.B.:

  • Tiere (Katze, Tiger, Vogel, Bär)
  • Berufe (Fotograf, Maler, Arzt)
  • Musiker (Dirigent, Trommler, Sänger)
  • Sportler (Schwimmer, Reiter, Diskuswerfer)
  • Statusspiele (König- Diener; Meister-Schüler)

Jeder entdeckt seine Lieblingsrollen. Die Gruppe wird auf Stimme, Lautstärke, Geschwindigkeit, Körperspannung und Raumverhältnis aufmerksam. Durch die körperliche Erfahrung entsteht Selbstvertrauen und das Gefühl, sich auf den anderen verlassen zu können.

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Märchen oder erfundene Geschichten

Ein Teilnehmer beginnt ein Märchen zu erzählen, das von anderen aus der Gruppe weitergeführt wird. Z.B. hans im Glück, Rotkäppchen oder einen Traum. Landschaften und Räume werden malerisch dargestellt. Dazu stehen Farben, Papier und karton zur Verfügung. Es kommt nicht auf das realistische gestalten an. Jeder versucht seinen inneren Eindruck in Farbe und Form umzusetzen.

Gemeinsames Basteln von Requisiten

Wir einigen uns auf ein wichtiges Element in der Geschichte und stellen es her. Zum Beispiel ein großer, bunter Baum aus pappe, eine goldene Gans mit Federn, Eine Tonne als Brunnen bemalt etc.

Durch die Zusammenarbeit und die Beschäftigung mit dem Requisit sind die Bilder und Orte des Märchens klarer und vertrauter geworden. Jeder übernimmt nun seine Rolle, spielt mit Partner und Requisit. Wenn die Rollen getauscht werden, kann man sich auch in anderen Charakteren erleben und wieder finden

Mimenspiel

Stummes Spiel intensiviert Körperausdruck und Beobachtung. Die Aufmerksamkeit wird auf Handlung und innere Befindlichkeit gelenkt. Es werden Situationen pantomimisch dargestellt und von den Gruppenteilnehmern erraten.

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Durchführungszeitraum

Vom 22.08.2005 bis zum 19.12.2005

Finanzierung

Das Projekt wurde bezuschusst aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie Berlin.

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